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Teebeutel

Teebeutel
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drei verschiedene Teebeutel
Zeitgen?ssischer Teebeutel
T?rkischer Teebeutel (in Papierverpackung)Teebeutel sind kleine S?ckchen aus einem Spezial-Filterpapier, in denen sich, wie der Name schon sagt, Tee befindet. Sie werden zur einfachen Zubereitung von Teegetr?nken verwendet, indem man sie in hei?es Wasser h?ngt und einige Minuten ziehen l?sst. Dazu besitzen die meisten Teebeutel eine am Beutel angeheftete oder verknotete Schnur (nicht in GB/IRL). Aus Gr?nden der Lebensmittelreinheit werden sie ohne Klebstoff in einem speziellen Faltverfahren hergestellt.

Teebeutel stellen eine Vorportionierung des eigentlichen Produkts Tee dar. Sie steigern in diesem Sinne den Wert der Ware im Handel. Zur Ware Tee geh?rt weiterhin eine aromaerhaltende Umverpackung, meist aus d?nnem Karton und Plastikfolie.

Im Handel sind auch leere Teebeutel erh?ltlich, diese sind meist wesentlich gr?sser als die gef?llten Teebeutel. Zusammen mit speziellen Haltern dienen sie zur Zubereitung von Tee aus Teebl?ttern.

Der Teebeutel wurde, der Legende nach, 1908 eher versehentlich von dem Amerikaner Thomas Sullivan ?erfunden?. Er soll Teeproben an Kunden in Seidenbeuteln verschickt haben. Diese tauchten angeblich die ganzen Beutel in die Kanne, in dem Glauben, dass dies so von Sullivan vorgesehen gewesen sei. Bereits 1929 hatte Adolf Rambold die Idee mit dem Zweikammerbeutel.

In Deutschland sind vor allem t?tenf?rmige Teebeutel mit Schnur verbreitet (siehe Abbildung), in anderen L?ndern finden sich aber auch h?ufig Teebeutel in anderen Formen, in England vor allem flache, runde Teebeutel, die auf den Boden der Tasse gelegt werden.

Eine dem Teebeutel verwandte Erfindung ist der Kaffeebeutel, eine Abart des Kaffeefilters.

Ganz ?hnlich funktioniert auch der (meist selbsgemachte) Kr?uter- und Gew?rzbeutel, denn man beim Suppenkochen in die Br?he einlegt um ihn nach dem Kochen wieder zu entfernen ohne dass alle Kr?uter und Gew?rze in der Suppe schwimmen.

10.11.05 19:35, kommentieren

Kurzes Teeglossar

Tee auf Chinesisch, Russisch, Hindi und ArabischBOP ? Broken Orange Pekoe. Haupt-Broken-Grad in Sri Lanka (Ceylon), S?dindien, Java und China.
BP ? Broken Pekoe. Braunschwarzer, schwerer Broken-Tee. ?berwiegend aus Indonesien, Ceylon und S?dindien.
BPS ? Broken Pekoe Souchong. Assam und Darjeeling, kugelf?rmiges Blatt.
Broken ? Die englische Bezeichnung f?r den gebrochenen, kleinbl?ttrigen Tee.
Dust ? Teestaub (ausschlie?lich f?r Aufgussbeutel).
Einwurf ? Hier werden die St?ngel oder das Teeholz mitverarbeitet.
Fannings ? Kleine, ca. 1 mm gro?e Teepartikel (nur in Aufgussbeuteln verarbeitet).
FBOP ? Flowery Broken Orange Pekoe. Grober Broken-Tee mit einigen Tipps. Kommt aus Assam, Indonesien, China und Bangladesch.
FOP ? Flowery Orange Pekoe. Die meisten einfachen indischen Blatt-Tees.
FTGFOP1 ? Finest Tippy Golden Flowery Orange Pekoe 1. Haupts?chlich Darjeeling, teilweise auch Assam. Gleichm??ige Blattsortierung, tippy.
GBOP ? Golden Broken Orange Pekoe. Zweite Sortierung, weniger Tippy.
GFBOP ? Golden Flowery Broken Orange Pekoe. Haupts?chlich in Assam produziert.
GFOP ? Golden Flowery Orange Pekoe. Top-Grad des Tees aus Kenia.
Infusion ? Teebl?tter nach dem Aufgie?en.
OP ? Orange Pekoe. Der Standard Ceylon- und Java-Tee. Zum Teil langes, drahtiges Blatt.
OP Sup. ? Orange Pekoe Superior. Tippy, nur aus Indonesien.
Pekoe ? Das Wort steht f?r die noch jungen, zarten Bl?tter der Teepflanze (aus dem chinesischen: "wei?er Flaum"). Pekoe und Orange Pekoe sind Bezeichnungen f?r unterschiedliche Grade des Tees.
SFTGFOP ? Special Finest Tippy Golden Flowery Orange Pekoe 1. h?chste Gradierung.
TGBOP ? Tippy Golden Broken Orange Pekoe. Feiner Broken aus Darjeeling und Assam. Gleichm??ige Blattsortierung.
TGFOP ? Tippy Golden Flowery Orange Pekoe. Hauptgrad in Darjeeling und Assam.
Tippy/Tip ? Bezeichnet die hellen Teile des Tees (Blattspitzen) die sich beim Aufguss nicht so dunkel f?rben.

10.11.05 19:34, kommentieren

Tee und Gesundheit

Seit einigen Jahren gibt es die Vermutung, dass der Genuss von Tee f?rderlich f?r die Gesundheit ist. So nimmt man an, dass Tee die Gefahr an Krebs zu erkranken, vermindern kann, da in den Teilen der Welt, in denen viel Tee getrunken wird, die Inzidenz f?r bestimmte Krebsarten geringer ist als im Rest der Welt. F?r die krebspr?ventive Wirkung werden insbesondere die in manchen Teesorten nat?rlicherweise enthaltenen Polyphenole (v.a. das Epigallocatechingallat, EGCG) vermutet. Es konnte gezeigt werden, dass diese Stoffe das Wachstum von Krebszellen hemmen.

F?r diese Hypothese gibt es nun auch wissenschaftlichen R?ckenwind: Eine Studie an Patienten mit Prostatakarzinom, die am "Center for Human Nutrition an der UCLA's David Geffen School of Medicine" durchgef?hrt wurde, konnte zeigen, dass das aus dem Tee stammende EGCG in den Tumoren nachweisbar war und das Zellwachstum hemmte. Offensichtlich zeigte hierbei schwarzer Tee eine etwas st?rkere Wirkung als gr?ner Tee, das Placebo (ein Soda-Getr?nk) zeigte keine Wirkung. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass gr?ner Tee und Schwarztee helfen k?nnen, Prostatakrebs zu verh?ten.

Die im Schwarztee und insbesondere im gr?nen Tee enthaltenen Polyphenole und Fluoride senken das Risiko f?r die Zahnkaries erheblich.

Durch die Zugabe von Milch f?llt Kalziumoxalat als schwerl?sliches Salz aus, die Gefahr von Nierensteinbildung wird so verringert.

Einer Studie der Cheng Kung Universit?t in Taiwan zufolge senken bereits zwei bis vier Tassen Tee pro Tag das Hypertonie-Risiko um 46 Prozent; h?herer Konsum senkt das Risiko gar um 65 Prozent. Die Studie wurde bei ?ber 1500 Personen durchgef?hrt. In Taiwan trinkt man vor allem Gr?ntee und den einheimischen Oolong-Tee.

10.11.05 19:33, kommentieren

Teekonsum

Es wird oft gedacht, dass in Europa die Engl?nder wohl am meisten Tee trinken, die Teezeit am Nachmittag (Tea Time) ist immer noch eine Feier. International liegt Gro?britannien allerdings nur auf Platz 7 im Pro-Kopf-Verbrauch; denn die wahren Rekordhalter sind die Iren. Mit 3,2 Kilogramm pro Kopf und Jahr trinken sie mehr Tee als irgendein anderes Volk in Europa. Den h?chsten Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland hat Ostfriesland mit stolzen 2,5 kg pro Jahr, gegen?ber rund 250 g f?r ganz Deutschland. Das Teemuseum im ostfriesischen Norden (Niedersachsen) tr?gt diesem Rekord Rechnung.

Den gr??ten Teeverbrauch pro Kopf auf der ganzen Welt hat allerdings Paraguay. Der durchschnittliche Bewohner von Paraguay hatte 1998 einen Verbrauch von 11,7 kg Tee pro Jahr, was 14,6 Tassen pro Bewohner und Tag entspricht.

Den h?chsten absoluten Teeverbrauch hat Indien, gefolgt von China. Mit 640.000 t (Indien) bzw. 466.000 t (China) erscheint der Konsum in Gro?britannien (146.000 t) und Paraguay (61.000 t) gering zu sein. Diese haben allerdings auch wesentlich weniger Einwohner.

Tee ist bis heute Volksgetr?nk, Genussmittel und Medizin. Er hat auch Politik und Geschichte gemacht (Boston Tea Party). Teetrinken ist ein bedeutendes St?ck unserer Kulturgeschichte und hat unser Leben, die christliche Seefahrt und auch die Wirtschaft und den Handel stark mitgepr?gt.

Chinesen und Japaner entwickelten jeweils unabh?ngig voneinander eine Teezeremonie als stark ritualisierte Form des Teetrinkens.

10.11.05 19:33, kommentieren

Aromatisierte Tees

Aromatisierte Tees findet man in zwei Auspr?gungen. Die klassischen aromatisierten Tees kommen aus China. Gr?ntee oder eine Mischung aus Gr?n- und Schwarztee wird durch Zugabe von frischen Bl?ten aromatisiert. Die Bl?ten werden regelm??ig abgesiebt und wieder durch frische Bl?ten ersetzt, bis das gew?nschte Aroma erreicht ist. Die bekanntesten Varianten sind Rosentee und Jasmintee.

Steigender Beliebtheit erfreuen sich in Europa aromatisierte Schwarz- oder Gr?ntees. Dabei wird der Tee mit Aromen unterschiedlicher Geschmacksrichtungen angereichert. Bekannte Aromen, die dem Tee zugesetzt werden, sind Fruchtaromen wie Kirsche oder Maracuja, Vanille und andere Gew?rze (z.B. Anis, Zimt), oder Zitrusaromen wie Orange, Lemon oder auch Bergamotte (welche im Earl Grey, einem der ?ltesten Aromatees enthalten ist).

Eine weitere, im weiteren Sinne aromatisierte, Teespezialit?t ist ger?ucherter Tee, von denen die Sorte Tarry Lapsang Souchong aus China die am weitesten verbreitete ist.

1 Kommentar 10.11.05 19:32, kommentieren