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Teesorten

Tee wird traditionell auf vier verschiedene Arten hergestellt, das wesentliche Merkmal ist dabei der Grad der Fermentation:

wei?er Tee ? So genannt, weil die Epill?rh?rchen an der Blattunterseite den getrockneten Teebl?ttern eine wei?-silberne Farbe geben. Keine gewollte Fermentation. Junge Triebe werden geerntet und getrocknet (wie Heu). Nur Spitzentees eignen sich zur Produktion von wei?em Tee. Er wird auch als Kaiser der Tees bezeichnet.
gr?ner Tee ? minimale Fermentation. Bei der traditionellen Herstellung wird der Tee nach der Ernte in Eisenpfannen ?ber dem Feuer gewelkt und dann getrocknet. Bei der industriellen Herstellung geschieht dies in gro?en ger?hrten Beh?ltern. In Asien wird gr?ner Tee jedoch noch weiter unterteilt, z. B. in Japan in den "normalen" gr?nen Tee (緑茶: Ryokucha), vor dem Aufguss erhitzten gr?nen Tee (ほうじ茶: Hojicha), mit Reisflocken gemischten gr?nen Tee (玄米茶: Genmaicha) u. a.
Oolong ? teilweise fermentiert. Nach der Ernte wird der Tee in Weidenk?rben gesch?ttelt, der austretende Saft reagiert (= fermentiert) mit dem Sauerstoff der Luft. Dieser Prozess wird durch das Erhitzen in Eisenpfannen gestoppt.
Schwarztee wird in Ostasien eigentlich als roter Tee (紅茶: Hong cha) bezeichnet ? Komplette Fermentation. Wie Oolong, der Fermentationsprozess wird aber nicht gestoppt. Erst nach l?ngerer Zeit wird der Tee fertig getrocknet.
Neben diesen vier klassischen Herstellungsarten gibt es weitere, wenig verbreitete Spezialit?ten:

Puh-er-cha wird in Asien als schwarzer Tee (黒茶 bezeichnet und ist in der Tat auch wesentlich dunkler in der Farbe als der bei uns getrunkene Schwarztee ? in der Tasse sieht er farblich eher aus wie Kaffee. Es ist ein mehrere Jahre gelagerter (gereifter) Schwarztee.
Gelber Tee ist eine nur in China produzierte Spezialit?t. Es ist ein wei?er Tee, der nach der Ernte nicht sofort weiterverarbeitet wird. So findet eine minimale Fermentation statt. Es ist eine der teuersten Tee-Spezialit?ten, die erh?ltlich sind. Manchmal wird er auch als Gr?nteesorte eingestuft.

10.10.05 18:55, kommentieren

Verwendung und Namensherkunft

Seinen deutschen Namen hat der Tee aus dem Min-Dialekt der s?dchinesischen Stadt Xiamen, wo das Schriftzeichen 茶 te ausgesprochen wird. Die nordchinesische Mandarin-Aussprache ist cha und davon leitet sich das russische, arabische, t?rkische, ... Wort tschai ab. Das Portugiesische benutzt sogar direkt das chinesische Wort cha.

Der Gr?ne Tee hat in Asien eine starke kulturelle Verankerung, auch verbunden mit religi?sen Riten. Je nach Gebiet wird gr?ner Tee unterschiedlich zubereitet und konsumiert. ?berall werden daf?r aber spezielles Geschirr und andere Utensilien verwendet. F?r den optimalen Geschmack ist auch die Wasserqualit?t sowie die Wassertemperatur (60 bis 95 ?C, je nach Tee) ma?gebend.


Teeplantage in MalaysiaBekannte Teeanbaugebiete, nach denen auch die dort produzierten Sorten benannt sind, sind

Darjeeling ? K?nigin der Tees; stammt aus Nordostindien in ca. 2.000 m H?he, S?dh?nge des Himalaya ? hell, fein, aromatisch.
Ceylon ? Sri Lanka ? Allrounder, feiner, dunkler Tee, ein Standardbestandteil von vielen Teemischungen (Blend)
Assam ? Nordindien, Hochebene am Brahmaputra ? kr?ftig, dunkel, w?rzig.
Japan ? von hier kommen die feinen, edlen Senchas, die besten Gr?nen Tees; das etwas k?hlere Klima gibt ihm seine besondere Note.
Formosa ? Taiwan ? vor allem hochwertige Oolongs, besonders in den USA beliebt, auch Pouchong, leicht fermentierter Tee, und besonders stark ger?ucherte Rauchteesorten, wie etwa der Tigertee oder der Crocodile Lapsang Souchong
Yunnan ? China ? blumig, nat?rlich, ob als Gr?ntee, halbfermentiert oder Schwarztee
Bengalen ? Bangladesch ? delikat, gro?bl?ttrig, ein idealer Fr?hst?ckstee.
Rize ? Nordosten der T?rkei, Lasische Bauern, Schwarztee, angenehm leichte Qualit?t
Hangzhou ? China ? blumig, nat?rlich, nur als Gr?ntee
Afrika ? Mosambik, Kenia, Simbabwe, beste Qualit?t, besonders aus Kenia, Ernte das ganze Jahr
Java ? Indonesien ? hell und fruchtig
Sumatra ? Indonesien ? Ernte das ganze Jahr, guter Alltagstee
Georgien ? guter Alltagstee, jedoch nicht mit dem (fr?her) so weltber?hmten guten Russischer Tee zu verwechseln ? auch Karawanentee genannt ? denn dieser Tee stammte ja nicht aus Georgien!
Brasilien ? Teeproduktion in japanischer Regie, vielversprechende Erfolge

1 Kommentar 10.11.05 18:53, kommentieren

Teepflanze

Teepflanze

Zeichnung einer TeepflanzeGr?ner, wei?er und schwarzer Tee werden aus denselben Pflanzen gewonnen. Diese Teepflanzen wurden traditionell in zwei Varianten kultiviert: als Camellia sinensis (strauchw?chsiges, kleinbl?ttriges, k?lteresistentes Hochland-Gew?chs) haupts?chlich in China und Darjeeling, w?hrend die erst 1830 in Assam entdeckte, baumw?chsige Camellia assamica (schnellw?chsiger, gro?bl?ttriger als Cam. sin.) z.B. im ?brigen Indien und in Sri Lanka dominierte. Diese beiden reinen Sorten werden weltweit immer mehr von Hybriden zur?ckgedr?ngt. Es gibt eine inzwischen als dritte Art anerkannte Z?chtung, die bereits vor ca. 600 Jahren in Japan kultiviert wurde: camellia oder thea japonica.

Beim gr?nen Tee wird der Fermentationsprozess durch kurzzeitiges Erhitzen der Teebl?tter verhindert, wobei die unterschiedlichsten Arten der Hitzeeinwirkung genutzt werden (Dampf, trockene W?rme, Eisenpfannen oder auch einfache Sonnentrocknung). Entscheidend hierbei ist, dass die Teebl?tter m?glichst ungebrochen den Erhitzungsprozess durchlaufen, um dem Luftsauerstoff keine M?glichkeit f?r eine Verbindung mit dem Zellsaft zu bieten ? nur diese Verbindung bringt einen Oxidationsprozess (Fermentation) erst in Gang. Es gibt auch Gr?ntees, bei denen eine leichte Anfermentation erw?nscht ist oder ? wie z.B. bei Oolong ? sogar Voraussetzung f?r eine besondere Geschmacksausrichtung darstellt. Die Prozesse der Trocknung, egal ob bei Schwarz- oder Gr?ntee setzen sehr profunde Kenntnisse und jahrelange Erfahrung voraus, um eine Teesorte zu produzieren, die den Anforderungen gerecht wird.

Sowohl gr?ner als auch schwarzer Tee werden haupts?chlich in Asien, aber auch in Afrika, Amerika, Australien und sogar in Europa (auf den Azoren und der T?rkei) produziert. Japan produziert laut eigener Aussage nur Gr?ntees, Schwarztee f?r den eigenen Verbrauch wird importiert. Obwohl die Teeernte in Japan fast nur maschinell erfolgt, hat die Qualit?t vieler japanischer Gr?ntees allerh?chste G?te. Dies h?ngt mit den sehr alten japanischen Traditionen zusammen, in denen Tee ein Mittler zwischen Kunst, Philosophie und Lebensart darstellt (japanische Teezeremonie). Qualit?tstees der Ausrichtung "gr?n" kommen weiterhin aus China, wobei die produzierten Mengen sehr gering sind, da ausschlie?lich Handarbeit im gesamten Herstellungsprozess angewendet wird. Dem entsprechend sind auch die Preise f?r diese Kostbarkeiten, die durchaus auch als Geschenk f?r besondere Staatsg?ste fungieren k?nnen, sehr hoch.

1 Kommentar 10.11.05 18:52, kommentieren

Tee

Streng genommen ist Tee ausschlie?lich der Aufguss der Teepflanze Camellia sinensis (deren alter Name Thea sinensis immer noch h?ufig gebraucht wird) und Camellia assamica. Dieser Aufguss wird als Schwarztee, bzw. Gr?ntee bezeichnet. Aufgussgetr?nke aus anderen Pflanzen (Kr?utertee oder Fr?chtetee) werden in der deutschen Umgangssprache h?ufig einfach nur als Tee bezeichnet, korrekt sollten sie aber als tee?hnliche Getr?nke bezeichnet werden. Da diese Begriffsausdehnung in den meisten anderen Sprachen nicht m?glich ist, muss man in fremdsprachigen Gespr?chen aufpassen. Beispielsweise wird in England h?chstens zur?ckgefragt, ob man den Tee white (mit Milch) oder black (ohne Milch) haben m?chte. In Spanien ist T? nur schwarzer Tee, alles andere hei?t 'infusi?n'. ?hnlich verh?lt es sich in Frankreich: "th?" = (schwarzer oder gr?ner) Tee, "infusion" = Kr?utertees und ?hnliches. In den USA wird "tea" heute oft als "iced tea" (Eistee), einer Art schwarzteehaltiger Limonade, verstanden. Das eigentliche Hei?getr?nk wird dann "hot tea" genannt. Die in Deutschland gebr?uchliche Bezeichnung "Tee" f?r Getr?nke, die aus Pflanzenteilen mittels Wasseraufguss hergestellt werden, stammt aus einer Zeit, als Tee zum einen in Europa noch wenig bekannt war, zum anderen so teuer war, dass er nur einer ?u?erst betuchten Gesellschaftsschicht, vornehmlich K?nigs- und F?rstenh?usern und dem st?dtischen B?rgertum, vorbehalten blieb. Da Tee auch damals bereits als Kulturgut und Sinnesgenuss einen Namen hatte, wollten auch die Menschen, die weder das n?tige Geld noch die Beziehungen hatten, um an das damals rare Produkt zu gelangen, ihre pers?nliche "Teestunde" abhalten. Daf?r mussten dann die bereits bekannten und auch schon lange Zeit genutzten Aufg?sse aus den einheimischen Pflanzen herhalten ? und so tranken eben auch die weniger beg?terten Menschen ihren "Tee". Der Ausdruck wurde beibehalten und Gewohnheit, Unkenntnis und Sprachkultur taten ein ?briges dazu.

10.11.05 18:40, kommentieren

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10.11.05 18:34, kommentieren